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Aktivitätstracking – Was geschieht mit meinen Daten?

Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, ihre Fitness mit einer Sportuhr zu kontrollieren. Die gesammelten Daten werden dann via Bluetooth direkt auf das Smartphone oder den Computer übertragen und gelangen von dort in die Cloud. Doch was genau geschieht mit den aufgezeichneten Daten? Wer hat Zugriff darauf? In Deutschland noch Zukunftsmusik, in den USA schon Realität: Wer dort durch einen Tracker eine gute Fitness nachweist, bekommt bei seinem privaten Krankenversicherer günstigere Tarife. Klingt erst einmal ganz gut, wirft aber bei genauer Betrachtung doch einige Fragen auf: Wenn man für eine gute Fitness belohnt wird, wird man für eine schlechte bestraft, etwa mit höheren Beiträgen? Verbraucherschützer warnen schon jetzt, dass diese Methode zur Benachteiligung führe könnte, etwa bei alten Menschen, die natürlich nicht mehr die selbe Fitness haben können, wie ein 20-jähriger Sportler. Somit würde das Solidaritätsprinzip der Krankenkassen nicht mehr greifen.

Verschiedene deutsche Krankenkassen bezuschussen mittlerweile den Kauf eines Fitnesstrackers oder einer Sportuhr. Dabei spielen Hersteller und Preis des Produkts keine Rolle. So fördern beispielsweise die DKV oder die AOK Nordost den Kauf mit einer Zuzahlung von 50 EUR. Laut Auskünften der Krankenkassen gehe es dabei nicht um die Übermittlung von  persönlichen Gesundheitsdaten der Versicherten. Da Fitness-Tracker und der Umgang mit digitalen Daten der Patienten bei Krankenversicherungen in Zukunft eine größere Rolle spielen als jetzt, müssen App-Anbieter und Sportuhren-Hersteller ihre Sicherheitskonzepte immer weiter verbessern. Denn nicht alle Verschlüsselungen funktionieren ohne Lücken. Vor allem beim Thema Bluetooth gibt es große Unterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern und die Daten sind teilweise nicht ausreichend vor dem Zugriff Dritter beziehungsweise Unbefugter geschützt.


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